Mittwoch, 05.02.14

Kommentar

Zum Bild in der Zeitung:

Es handelt sich bei der Abbildung um einen Falschpelz, der fälschlicherweise als Echtpelz bezeichnet wird. Dieses Foto ist in unserer Abwesenheit entstanden und ist daher als Symbolbild zu betrachten.

 

Zu unwissentliche echtem Pelz:

Es gibt zwar Jugendliche, die sich keine Gedanken machen. Es gibt aber auch andere, wie die im Artikel erwähnte „Schülerin“. Sie ist aber nicht als unüberlegte Täterin, sondern als Opfer zu betrachten. Denn Fehlendes Bewusstsein und der Mangel an Information kann auch tierliebe Menschen in die Falle tappen lassen.

 

Zu Pelzkragen ist oft abnehmbar:

„Der Pelzbesatz bleibt im Laden“ bedeutet, dass er später entsorgt wird oder dass ihn die Verkäuferinnen nach Hause nehmen und an ihre eigenen Jacken nähen. Der Preis, den man für die Jacke zahlt ist derselbe, das bedeutet, dass der Laden die Jacke mit Pelz als „verkauft“ verzeichnet. Das heisst, die Jacke wird mit Pelzbesatz nachbestellt. Man kann das Leid damit also nicht verhindern, auch wenn man bewusst den Pelz nicht tragen will. Das Interview mit Verkäuferinnen hat noch mehr ergeben, als im Artikel erwähnt. Man hat uns erzählt, dass eine Lieferung Jacken mit der Deklaration „China, Käfighaltung, Käfigboden“ angekommen sei. Die Chefin hat darauf angeordnet die Deklarationen zu überkleben. Dies zeigt, dass die Deklaration auf Käufer abschreckend wirken kann und die Läden lieber darauf verzichten würden.

 

Zu Rückverfolgung ist wichtig:

Der Besuch eines Nüssli Mode Geschäfts zeigt: Es werden Jacken mit Pelzkrägen, auf denen nicht einmal vermerkt ist, dass es sich um Pelz handelt, verkauft. Entweder wurde die Deklaration entfernt oder es handelt sich dabei um die „schwarzen Schafe“, also mit grosser Wahrscheinlichkeit Pelze aus chinesischen Horrorzuchten.